Hallo Leute,
nachfolgend meine Eindrücke der Mahnwache und die Zusammenstellung der regionalen Beiträge zum Fall "Joshi".
Die gestrige Mahnwache war eine sehr ergreifende friedlich verlaufende Zusammenkunft. Schockiert waren außer mir auch viele andere über die Gefühlskälte, die uns am Wohnort der Täter entgegen schlug. Es war eine Atmosphäre wie in einem Dürrenmattstück oder in "dogville":
Viele der Einwohner hatten sich hinter ihren Gardinen und Läden verschanzt und begafften die rund 550 Menschen, die einen Schweigemarsch zu Joshis Fundort machten, wo wir dann Blumen niederlegten und Kerzen entzündeten und sich eine Gedenktafel mit Unterschriftenmöglichkeit befand (unter dem Gebrüll eines Einwohners an Joshis Fundstelle, der sich wie ein bei der Muppetshow auf seinem Balkon postiert hatte und uns anbrüllte: "Nehmt den Sch...dreck da gefälligst wieder mit!!!!!"), einige hatten auch Gedichte verfasst, die sie ebenfalls am Fundort niederlegten und Plakate hergestellt, die sie dann bis zur Polizeiabsperrung (die Straße, in der die Tierquälerfamilie wohnte, war polizeilich abgeriegelt) trugen. Bei Joshis Fundort handelte es sich übrigens um eine Wohnsiedlung mit Ein- und Mehrfamilienhäuser des gehobenen Mittelstands mit getrimmten Vorgärten, Spitzengardinen und families, die es sich auf ihren Terrassen bei Kaffee und Kuchen gemütlich gemacht hatten, um ja keinen Moment der Mahnwache zu verpassen
Aus Zuze selbst waren nur sehr wenige Teilnehmer zur Mahnwache gekommen, sie betonten, dass sie "nix gewußt" hätten, und Joshis Folterknechte ja sowieso "Zugezogenen aus den neuen Bundesländern" gewesen seinen. Man "wäre natürlich eingeschritten, wenn man was gewußt hätte." Als ob man in einem gut 2150-Einwohner-Dorf einen ungarischen Puli übersehen könnte, die laufen bei uns ja auch rudelweise rum
- ganz ehrlich, ich habe noch keinen Ort erlebt, der so eine feindselige Kälte und Gleichgültigkeit ausstrahlte, wie das, was wir gestern erlebten.
NEWS: 05.06.10
VIDEO der Heilbronner Stimme zur Mahnwache ist online:
http://www.stimme.de/video/?bcpid=27197 ... 0158214001
550 Teilnehmer bei der Mahnwache
http://www.stimme.de/kraichgau/ks/art31504,1858239
"Friedliche Trauer um Joshi"
http://www.rnz.de/headtitleskraichgau/0 ... hiquot.php
NEWS 04.06.2010:
Tierrecht-Juristen fordern höheres Strafmaß
http://www.stimme.de/kraichgau/ks/art31504,1857703
NEWS: 02.06.2010
Interview von Ramona mit der Heilbronner Stimme
http://www.stimme.de/kraichgau/ks/art31504,1856284
NEWS: 01.06.2010
Artikel über die Mahnwache in der Heilbronner Stimme:
http://www.stimme.de/kraichgau/ks/sonst ... 04,1855464
NEWS: 31.5.2010
Mutmasslicher Tierquäler gibt seine Katzen ab:
http://www.stimme.de/kraichgau/ks/art31504,1854469
NEWS 23.5.2010
Katzenübergabe gescheitert
http://www.stimme.de/kraichgau/ks/art31504,1848808
NEWS 20.5.
Tierhalteverbot für Halter und Familie von Joshi:
http://www.stimme.de/kraichgau/ks/Tierq ... 04,1846758
News Anfang Mai:Der Besitzer von Joshi wurde ermittelt und es wurde Anzeige erstattet.
"Am Mittwoch den 28.4. wurde in Zuzenhausen (bei Sinsheim) im Allmendweg ein verwahrloster, kranker Hund aufgefunden.
Ansässige hörten um ca. 6 Uhr ein lautes Gejaule und fanden anschließend diesen Hund auf der Straße liegend. Da er nicht in der Lage war zu laufen, wird vermutet, dass der Hund aus dem Auto geworfen wurde.
Der Rüde hatte eine große, ältere Wunde am Oberschenkel und sein Schwanz war gebrochen. Das Fell war so verfilzt und verkotet, die Krallen so lang, dass der arme Hund nicht mehr aufstehen konnte.
Als der Hund dann in Narkose geschoren wurde kamen hunderte von Maden aus seiner alten Wunde zum Vorschein.
Die ganze Haut war entzündet und der Schwanz bereits nekrotisch. Der arme Rüde musste furchtbare Schmerzen über Wochen erdulden.
Wir vermuten, dass er ein Puli (ungarischer Hütehund) war. Leider konnten wir ihm nicht mehr helfen, die Wunden waren zu groß und er konnte auch nicht mehr laufen, als er geschoren und die Krallen geschnitten waren.
Außerdem hatte er verständlicherweise jegliches Vertrauen in Menschen verloren und ließ sich nicht anfassen.
Wir durften ihn nicht länger leiden lassen und mussten ihn erlösen, was auch zum Tierschutz gehört."
Quelle: www.tierheim-sinsheim.de
nachfolgend meine Eindrücke der Mahnwache und die Zusammenstellung der regionalen Beiträge zum Fall "Joshi".
Die gestrige Mahnwache war eine sehr ergreifende friedlich verlaufende Zusammenkunft. Schockiert waren außer mir auch viele andere über die Gefühlskälte, die uns am Wohnort der Täter entgegen schlug. Es war eine Atmosphäre wie in einem Dürrenmattstück oder in "dogville":
Viele der Einwohner hatten sich hinter ihren Gardinen und Läden verschanzt und begafften die rund 550 Menschen, die einen Schweigemarsch zu Joshis Fundort machten, wo wir dann Blumen niederlegten und Kerzen entzündeten und sich eine Gedenktafel mit Unterschriftenmöglichkeit befand (unter dem Gebrüll eines Einwohners an Joshis Fundstelle, der sich wie ein bei der Muppetshow auf seinem Balkon postiert hatte und uns anbrüllte: "Nehmt den Sch...dreck da gefälligst wieder mit!!!!!"), einige hatten auch Gedichte verfasst, die sie ebenfalls am Fundort niederlegten und Plakate hergestellt, die sie dann bis zur Polizeiabsperrung (die Straße, in der die Tierquälerfamilie wohnte, war polizeilich abgeriegelt) trugen. Bei Joshis Fundort handelte es sich übrigens um eine Wohnsiedlung mit Ein- und Mehrfamilienhäuser des gehobenen Mittelstands mit getrimmten Vorgärten, Spitzengardinen und families, die es sich auf ihren Terrassen bei Kaffee und Kuchen gemütlich gemacht hatten, um ja keinen Moment der Mahnwache zu verpassen
Aus Zuze selbst waren nur sehr wenige Teilnehmer zur Mahnwache gekommen, sie betonten, dass sie "nix gewußt" hätten, und Joshis Folterknechte ja sowieso "Zugezogenen aus den neuen Bundesländern" gewesen seinen. Man "wäre natürlich eingeschritten, wenn man was gewußt hätte." Als ob man in einem gut 2150-Einwohner-Dorf einen ungarischen Puli übersehen könnte, die laufen bei uns ja auch rudelweise rum
NEWS: 05.06.10
VIDEO der Heilbronner Stimme zur Mahnwache ist online:
http://www.stimme.de/video/?bcpid=27197 ... 0158214001
550 Teilnehmer bei der Mahnwache
http://www.stimme.de/kraichgau/ks/art31504,1858239
"Friedliche Trauer um Joshi"
http://www.rnz.de/headtitleskraichgau/0 ... hiquot.php
NEWS 04.06.2010:
Tierrecht-Juristen fordern höheres Strafmaß
http://www.stimme.de/kraichgau/ks/art31504,1857703
NEWS: 02.06.2010
Interview von Ramona mit der Heilbronner Stimme
http://www.stimme.de/kraichgau/ks/art31504,1856284
NEWS: 01.06.2010
Artikel über die Mahnwache in der Heilbronner Stimme:
http://www.stimme.de/kraichgau/ks/sonst ... 04,1855464
NEWS: 31.5.2010
Mutmasslicher Tierquäler gibt seine Katzen ab:
http://www.stimme.de/kraichgau/ks/art31504,1854469
NEWS 23.5.2010
Katzenübergabe gescheitert
http://www.stimme.de/kraichgau/ks/art31504,1848808
NEWS 20.5.
Tierhalteverbot für Halter und Familie von Joshi:
http://www.stimme.de/kraichgau/ks/Tierq ... 04,1846758
News Anfang Mai:Der Besitzer von Joshi wurde ermittelt und es wurde Anzeige erstattet.
"Am Mittwoch den 28.4. wurde in Zuzenhausen (bei Sinsheim) im Allmendweg ein verwahrloster, kranker Hund aufgefunden.
Ansässige hörten um ca. 6 Uhr ein lautes Gejaule und fanden anschließend diesen Hund auf der Straße liegend. Da er nicht in der Lage war zu laufen, wird vermutet, dass der Hund aus dem Auto geworfen wurde.
Der Rüde hatte eine große, ältere Wunde am Oberschenkel und sein Schwanz war gebrochen. Das Fell war so verfilzt und verkotet, die Krallen so lang, dass der arme Hund nicht mehr aufstehen konnte.
Als der Hund dann in Narkose geschoren wurde kamen hunderte von Maden aus seiner alten Wunde zum Vorschein.
Die ganze Haut war entzündet und der Schwanz bereits nekrotisch. Der arme Rüde musste furchtbare Schmerzen über Wochen erdulden.
Wir vermuten, dass er ein Puli (ungarischer Hütehund) war. Leider konnten wir ihm nicht mehr helfen, die Wunden waren zu groß und er konnte auch nicht mehr laufen, als er geschoren und die Krallen geschnitten waren.
Außerdem hatte er verständlicherweise jegliches Vertrauen in Menschen verloren und ließ sich nicht anfassen.
Wir durften ihn nicht länger leiden lassen und mussten ihn erlösen, was auch zum Tierschutz gehört."
Quelle: www.tierheim-sinsheim.de

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